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Zentrale Peripherie

Weiterentwicklung des Bahnhofsumfeldes in Karlsruhe
Diplom 15

Bahnhöfe sind wichtige Stadteingänge. Sie sind wichtige Verkehrsknotenpunkte und Umsteigestationen. Gleichzeitig bieten sie heutzutage mit weiteren Dienstleitungen, Geschäften, gastronomischen Einrichtungen auch funktionale Angebote, die sie als städtebauliche Schnittstellen und Konzentrationspunkte über die verkehrliche Bedeutung hinaus interessant machen.

Der Hauptbahnhof in Karlsruhe wird seiner Bedeutung als Stadttor heutzutage nicht gerecht. Die im Norden angrenzende räumliche Situation ist mit weitläufigem Bahnhofsvorplatz einerseits diffus, durch den Zoologischen Garten wird die Anbindung zu den angrenzenden Stadtquartieren erschwert. Die vorhandenen Gleistrassen stellen eine Barriere zwischen den nördlichen und südlichen Quartieren von Karlsruhe dar, sind jedoch nicht unüberwindbar. Die nach Süden, der Innenstadt abgewandte Seite präsentiert sich mit Parkplätzen und Bushaltestellen als Rückseite. Dort, zwischen Gleiskörper und Südtangente, befindet sich ein untergenutztes und teilweise brachliegendes Areal – eine Peripherie in zentraler Lage.

Aufgrund seiner über Schiene wie Straße hervorragenden Verkehrsanbindung stellt der Karlsruher Hauptbahnhof für den Nah- und Regionalverkehr eine wichtige intermodale Schnittstelle dar. Mit seinen insbesondere im südlichen Bereich liegenden Flächenpotenzialen einerseits und seiner zentralen Lage in der Stadt und in der Region andererseits gehört der Bereich zu den interessantesten Entwicklungsflächen der Stadt. Über den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Deutschen Bahn AG ist der Frankfurter Flughafen mit seinen internationalen Verbindungen in rund einer Stunde zu erreichen. Seit längerem ist die Fläche im Visier der Planung. In den 1990er Jahren wurde ein Wettbewerb für ein Zentrum für Kunst und Medien auf dem Areal durchgeführt, den das Büro O.M.A / Rem Koolhaas gewann, der jedoch nicht realisiert wurde. Auch weitere Bemühungen führten nicht zum Erfolg, das Potential dieses Areals zu nutzen und ökonomisch tragfähige Nutzungen in diesem Gebiet zu etablieren. Die Hochhausstudie aus dem Jahr 2007 diskutiert mögliche zukünftige Standorte im Zusammenhang mit den Stadteingängen und thematisiert auch aktuell zu entwickelnde Orte wie den Bereich südlich des Bahnhofs, den Endpunkten der Ost-West-Achsen. Im Stadtentwicklungskonzept und im Räumlichen Leitbild für die Stadt Karlsruhe 2015 wird der Bereich des Bahnhofes als wichtiges Handlungsfeld identifiziert.

Für den erweiterten Bereich des Bahnhofsumfeldes soll ein städtebauliches Konzept entwickelt werden. Der Bearbeitungsraum umfasst den zur Innenstadt gelegenen Bahnhofsvorplatz, die Durchgänge des Bahnhofs und die Durchlässigkeit der Bahnanlagen, das südlich des Bahnhofs anschließende Flächenpotenzial, einschließlich der dominanten Verkehrstrassen und dem anschließenden Landschaftsraum in Richtung der Stadtteile Dammerstock, Weiherfeld und Rüppur.

Erwartet wird ein städtebaulicher Entwurf, der die Bedeutung des Hauptbahnhofes als wichtige Eingangssituation zur Stadt und als multimodalen Hub unterstreicht und eine neue Adresse „Hauptbahnhof“ ausbildet. Dabei sind folgende Fragen wesentlich: Welche räumlichen und funktionalen Anforderungen sind an das Gebiet am räumlichen Schnittpunkt von Stadt und Peripherie, von Stadt und Region zu stellen? Was müssen ‚Stadttore’ im 21. Jahrhundert leisten? Welche Potenziale bietet die Lagegunst der guten Erreichbarkeit für die bauliche Entwicklung? Wie kann die Barrierewirkung der großen Verkehrstrassen überwunden werden? Welche stadträumlichen Qualitäten zwischen Stadtstraße und Stadteinfahrt gilt es weiterzuentwickeln? Wie kann die Vernetzung zwischen den nördlichen und südlichen Quartieren verbessert werden, möglicherweise von der Via Triumphalis ein Brückenschlag zum Oberwald gelingen??

Es soll ein Nutzungsprogramm entwickelt werden, das in Art und Maß der innerstädtischen Lage entspricht und das die stadträumlichen Defizite beseitigt. Die städtebauliche Planung ist in ausgewählten Teilbereichen zu vertiefen. Welche Gebäudetypologien ermöglichen neue Nutzungssynergien? Welche Regeln sind zu entwerfen, um Gestaltqualität zu sichern? Zu klären sind die stadträumlichen Bezüge insbesondere im südlichen Bereich. Dort besteht die Chance, durch bauliche Arrondierung aus bislang ausfransenden Stadträndern klare Stadtkanten zu formulieren und Freiräume zu fassen und deren Vernetzung zu verbessern. 

 

Konsultation: 18.02.2015

Ausgabe: 18.03.2015

Konsultationen: 3 Pflichtkonsultationen

Abgabe: 10.06.2015 (Pläne) 

17.06.2015 (Modelle)

 

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